Anwendungsbereich Darmgesundheit

Störfaktoren für das Darm-Ökosystem

Alles im Gleichgewicht

Damit unser Darm-Ökosystem all seine vielfältigen Aufgaben bestmöglich erfüllen kann, muss es sich in einem stabilen Gleichgewicht befinden und möglichst wenig Störfaktoren ausgesetzt sein.

In diesem Zustand besitzt unsere intestinale Mikrobiota (Darmflora) idealerweise eine große Vielfalt verschiedener Bakterien.

Merke: Eine gesunde Mikrobiota zeichnet sich durch eine besonders große Vielfalt aus.

 

Über eine darmgesunde Ernährung – ausgewogen, frisch und vor allem ballaststoffreich – können wir die mikrobielle Artenvielfalt im Darm fördern und damit unsere Gesundheit unterstützen.

Störfaktoren des Darm-Ökosystems

Wie wichtig ein gesundes Gleichgewicht innerhalb der Darmflora ist, wird deutlich, wenn unsere nützlichen Bakterien in ihrer Vielfalt und Anzahl dezimiert sind oder sich vermehrt schädliche Keime im Darm ansiedeln (z.B.  nach einer Antibiotika-Therapie).

Eine solche Störung wird auch als Dysbiose bezeichnet und kann durch verschiedene äußere Faktoren begünstigt werden.

Wichtige Faktoren, die unser Darm-Ökosystem beeinflussen können, sind vor allem:

  • Einseitige, unausgewogene Ernährung: z.B. Fast Food, Fertigprodukte mit Zusatzstoffen, zu viel Zucker, Soft- und Energy-Drinks
  • Lebensstil: Rauchen, Schlaf, (Schicht)Arbeit
  • Fehlende Esskultur: zu viel, zu oft, zu schnell, zu schwer, zu spät, zu sauer
  • Bestimmte Medikamente, wie z.B. Antibiotika, Abführmittel, Magensäureblocker, Beruhigungsmittel, Cholesterinsenker, Antibaby-Pille, Schmerzmittel
  • Übertriebene Hygienemaßnahmen
  • Magen-Darm-Infekte
  • Chronische Erkrankungen
  • Stress
  • Bewegungsmangel

Die moderne westliche Ernährung sowie unser moderner Lebensstil mit manchmal übertriebenen Hygienemaßnahmen und die damit verbundene Zunahme von Immun- und Stoffwechselkrankheiten scheinen mit einer geringeren Artenvielfalt der Mikrobiota zu korrelieren.

In verschiedenen Studien werden zunehmend Zusammenhänge unserer Mikrobiota (Darmflora) mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Erkrankungen und Störungen untersucht.

 

Zu diesen zählen beispielsweise:

  • Antibiotika-bedingte Durchfälle
  • Reizdarmsyndrom
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Allergien und Neurodermitis
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Infektanfälligkeit

Um gesund zu bleiben, ist es also sehr wichtig, auf die mikrobielle Vielfalt im Darm acht zu geben und dafür zu sorgen, die Vielfalt zu erhalten.

Finden Sie hier einige Tipps zur Unterstützung Ihrer Darmgesundheit, Ihrer Mikrobiota und für Ihre Verdauung.

 

 

Top