Frau am Strand lächelt in die Kamera

Meine Verdauung – Zentrum für körperliches Wohlbefinden.

Was macht eine gesunde Verdauung aus?

Der Körper lebt von den in der Nahrung enthaltenen Nährstoffen. Um diese nutzen zu können, muss die Nahrung zerkleinert, aufgespalten, aufgenommen und verteilt werden. Die Verdauung ist somit ein essenzieller Prozess, um lebenswichtige Energie und Nährstoffe für jede einzelne Zelle des Körpers bereitzustellen.

Wie funktioniert die Verdauung?

Der Weg der Nahrung durch die verschiedenen Organe, wie die Mundhöhle, die Speiseröhre, der Magen sowie Dick- und Dünndarm.

Wäre „Verdauung“ eine olympische Disziplin, würde der Darm zu Recht als Spitzensportler bezeichnet werden: Im Laufe eines 75-jährigen Lebens reisen etwa 30 Tonnen Speisen und 50.000 Liter Getränke durch den Darm.

Hier erfährst du, welche Stationen deine Nahrung auf dem Weg durch den Körper durchläuft.

  • Verdauung beginnt im Mund

    Die Verdauung beginnt bereits im Mund. Dabei wird die Nahrung nicht nur gekaut und zerkleinert, sondern auch mit Speichel vermischt. Der Speichel enthält bestimmte Verdauungsenzyme, so genannte α-Amylasen, die bereits beim Essen damit beginnen, Kohlenhydrate (Stärke) aufzuspalten. Für eine gute Verdauung ist es daher sehr wichtig, sich für das Essen Zeit zu nehmen und die Nahrung ordentlich zu kauen. Denn nur so kann sich der Speichel mit der Nahrung ausreichend vermischen und beginnen, die enthaltene Stärke abzubauen. Nicht umsonst heißt es: „Gut gekaut ist halb verdaut.“

  • Saurer Zwischenstopp im Magen

    Vom Mund aus wandert die Nahrung über die Speiseröhre in den Magen, wo sie weiter zerkleinert und durchmischt wird. Dabei kommt der Nahrungsbrei mit dem Magensaft in Berührung. Der Magensaft besteht unter anderem aus Salzsäure, Schleim und weiteren Verdauungsenzymen. Diese Verdauungsenzyme, sogenannte Pepsine, sind auf die Aufspaltung von Eiweißen spezialisiert. Die Salzsäure unterstützt diese Aufspaltung und tötet zudem Keime im Nahrungsbrei ab. Je nachdem, was gegessen wurde, verweilt die Nahrung zwischen zwei bis vier Stunden im Magen.

  • Nährstoffaufnahme im Dünndarm

    Ist der Nahrungsbrei im Magen ausreichend zerkleinert, wird er portionsweise in den ersten Dünndarmabschnitt, dem Zwölffingerdarm, abgegeben. Hier wird der Nahrungsbrei mit Verdauungssekreten aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und aus der Gallenblase vermischt. Die Galle enthält verschiedene Stoffe, sogenannte Gallensäuren, die dafür sorgen, dass sich die Fette aus der Nahrung in der flüssigen Umgebung lösen (Emulgierung). Dadurch werden die Fette für die Aufspaltung zugänglich gemacht.

    Das Verdauungssekret der Bauchspeicheldrüse neutralisiert den sauren Nahrungsbrei und enthält verschiedene Verdauungsenzyme, die u. a. Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate aufspalten. Sind die Nährstoffe in ihre Einzelbausteine aufgespalten, können diese über die Dünndarmschleimhaut resorbiert (aufgenommen) und in die Blut- und Lymphbahn abgegeben werden.

    Insgesamt dauert dieser Teil der Verdauung etwa 6 Stunden. Die unverdaulichen Nahrungsbestandteile, wie z. B. Ballaststoffe, werden anschließend in den Dickdarm weiter transportiert.

  • Wasserrückführung im Dickdarm

    Da die Aufnahme von Nährstoffen am besten in flüssiger Umgebung ablaufen kann, wird der Nahrungsbrei während der Verdauung stark verdünnt. Daher erreichen die unverdaulichen Nahrungsbestandteile den Dickdarm in einer sehr flüssigen Form. Aufgabe des Dickdarms ist es nun, diese Flüssigkeit (Wasser) zusammen mit den darin enthaltenen Elektrolyten und Mineralstoffen den Verdauungsrückständen zu entziehen und wieder zurückzunehmen.

    Dieser Prozess dauert etwa sieben Stunden. Der Stuhl gelangt am Ende in den Mastdarm, wo er ungefähr weitere sieben Stunden Halt macht, bevor er beim Toilettengang den Körper verlässt.

Was ist eine „normale“ Verdauung?

Weich, fest, wurstförmig oder klumpig? Dreimal am Tag oder zweimal pro Woche?

Das Spektrum dessen, was ein normaler Stuhlgang ist, ist groß. Normal sind 1 bis 3 Stuhlgänge pro Tag bis hin zu 2 bis 3 Stuhlgänge pro Woche.

Sollte der Stuhlgang einen Tag ausbleiben oder mehrmals täglich stattfinden, ist das zunächst kein Grund zur Sorge. Halten die Veränderungen jedoch an, sollten diese ärztlich abgeklärt werden.

Es ist ratsam, einen Blick auf den eigenen Stuhlgang zu werfen, um eventuelle Veränderungen bemerken zu können. Von Bedeutung ist hier die Konsistenz, die Form, der Geruch sowie die Farbe.

  • Die richtige Stuhlkonsistenz

    Zur Bewertung der Stuhlform und -konsistenz eignet sich die sogenannte Bristol Stuhlformen Skala (Bristol Stool Scale) als Bewertungsschema. 

    Anhand der Skala können Rückschlüsse auf die Darmpassage gezogen werden:

    Die Typen 1 - 2 können Anzeichen für eine Verstopfung sein.
    Die Stuhlformen 3 und 4 sind die idealen Formen, da die Konsistenz angenehm ist und eine leichte Darmpassage ermöglicht.
    Die Typen 5 - 7 können auf Durchfall hindeuten.

    Bristol Stuhlformen Skala
  • Wie sollte Stuhl riechen?

    Da es sich beim Stuhl um Ausscheidungsprodukte handelt, ist es normal, dass dieser etwas unangenehm riecht. Sollte der Stuhl jedoch über Tage hinweg faulig oder beißend riechen, kann das ein Hinweis für eine Erkrankung sein, zum Beispiel eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Solche unangenehmen Gerüche sollten nicht ignoriert, sondern ärztlich abgeklärt werden.

  • Was sagt die Farbe über meinen Stuhlgang aus?

    Von wegen nur braun. Stuhl kann eine ganze Palette an Farben annehmen. Meistens handelt es sich um vorübergehende Veränderungen der Stuhlfarbe, die sich auf die Nahrung zurückführen lassen.

    Braun:
    Die braune Farbe entsteht durch Verdauungssäfte wie Gallenflüssigkeit.


    Schwarzbraun:
    Die Farbe kann ein Hinweis auf Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt sein. Hier ist das Blut durch die Magensäure geronnen und daher von schwarzer Farbe. Das sollte ärztlich abgeklärt werden. Allerdings kann die dunkle Farbe auch durch Medikamente (etwa Eisen- und Kohlepräparate) entstehen.


    Grün:
    Diese Farbe kommt zwar nur selten vor, kann aber durch viel grünes Gemüse entstehen. Geht grüner Stuhl mit Durchfall einher, kann das ein Indiz für eine Darminfektion sein.


    Rot:
    Rote Bete oder etwas mit Lebensmittelfarbe gegessen? Es könnte sich aber auch um frisches Blut handeln. Dies sollte ebenfalls ärztlich abgeklärt werden.


    Orange:
    Diese Farbe kann auftreten, wenn viele Karotten oder Kürbis gegessen wurden.


    Gelb:
    Auch eine Gelbfärbung kann durch Lebensmittel verursacht werden – und durch Antibiotika. Ist der Stuhl aber zudem schmierig, glänzend und stinkt, handelt es sich um einen sogenannten Fettstuhl. Er kann auf Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, eine Glutenunverträglichkeit oder Gallensteine hinweisen.


    Weiß:
    Also das Gegenteil von braunem Stuhl: Es fehlen die Verdauungssäfte. Vielleicht gibt es Probleme mit der Gallenblase, auch das sollte ärztlich abgeklärt werden.

Wenn die Verdauung Probleme macht:
Durchfall, Verstopfung oder Blähungen?


Wie wichtig eine gute Verdauung für die Gesundheit und das Wohlbefinden ist, spürt man meist erst, wenn der Darm Beschwerden macht. Eine gestörte Verdauung äußert sich in verschiedenen Symptomen, wie z. B. Verstopfung (Obstipation), Durchfall (Diarrhö) oder Blähungen. Die Ursachen für eine schlechte Verdauung können vielfältig sein. Meist sind sie harmlos und können mit einfachen Mitteln beseitigt werden.

Verdauungsbeschwerden können aber auch Ausdruck einer akuten Magen-Darm-Infektion, eines Reizdarmsyndroms oder einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sein. Auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, können hinter Verdauungsstörungen stecken. Daher ist es wichtig, sich bei schweren und langanhaltenden Verdauungsproblemen an einen Arzt/eine Ärztin zu wenden.

Leider ist das Thema Verdauung und damit einhergehende Probleme häufig noch ein Tabuthema. Es ist wichtig, darüber zu sprechen und sich bei Problemen Hilfe zu holen.

Gut zu wissen.

Wie essenziell eine gesunde Verdauung für die Gesundheit und das Wohlbefinden ist, wird meist erst spürbar, wenn eine Verdauungsstörung vorliegt.

Ein träger wie zu „flotter“ Darm kann sehr unangenehm werden und die Lebensqualität stark einschränken. Was bei Blähungen, Durchfall und Verstopfung helfen kann und welche Mittel eine natürlich geregelte Verdauung unterstützen können, ist auf den folgenden Seiten zusammengefasst.

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