Anwendungsbereich Stress

Welche Folgen hat Dauer-Stress?

Kommt es nicht zu einer Erholung und der Stress wird zum Dauerbegleiter, dann entsteht aus den äußeren Stressauslösern
ein inneres, langanhaltendes Stresssignal. Dieses kann sich durch die ständige Cortisol-Ausschüttung und eine häufige Unterversorgung des Darmtraktes entwickeln und anhalten, auch wenn äußere Stressfaktoren nachlassen.

Dauerhafter Stress bleibt nicht ohne gesundheitliche Folgen. Die anhaltende Ausschüttung von Stresshormonen kann zu körperlichen Symptomen führen:

 

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Angespanntheit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schlafstörungen
  • Unruhezustände
  • Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte

Was macht der Darm bei Dauer-Stress?

Kurzfristiger äußerer Stress schaltet ein gut getaktetes Überlebensprogramm an. Der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt und Stresshormone, z.B. Cortisol, werden ausgeschüttet. Die Ausschüttung von Cortisol signalisiert dem Körper evolutionsbiologisch, sich auf die Überlebensmechanismen Flucht oder Kampf vorzubereiten: insbesondere der Blutdruck steigt, Energie wird mobilisiert und für die erhöhte Muskelfunktion bereitgestellt.

Andere, in diesem Moment für das Überleben weniger wichtige Organe, wie der Darm, werden dann vernachlässigt: Die Verdauungs- und Immunleistung sinken.

Dauerhafter Stress lässt den beschriebenen Kreislauf dauerhaft ablaufen, was zu einem körpereigenen Stressautomatismus führen kann. Bei dauerhaftem Stress läuft die Stresskaskade immer weiter, ohne dass ein äußerer Stressauslöser vorhanden ist. Ein dauerhaftes inneres Stress-Signal entsteht:

Über die Kommunikation des Darms mit dem Gehirn, auch Darm-Hirn-Achse genannt, wird das innere Stress-Signal aufrechterhalten. Auch die Darmflora hat anscheinend in puncto Stress ein Wörtchen mitzureden. So kommuniziert sie über verschiedene Mechanismen mit dem Gehirn. Gerät die Darmflora aus dem Takt, kann sie ein inneres Stress-Signal erzeugen. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel sowie ständige Alarmbereitschaft entstehen.

Wenn der Stress dauerhaft abläuft, wird zusätzlich die Darmbarriere geschwächt, da konstant andere Organe oben auf der Versorgungsliste stehen. So entsteht ein sich selbst verstärkender Kreislauf, der auch ohne äußere Ursache zu einer dauernden emotionalen Belastung und Unbehagen führt.

FODMAP Tabelle

Selbstverstärkende Kaskade bei andauerndem Stress

 

Sie möchten mehr über das Thema Stress erfahren? Lesen Sie dazu, wie der Darm das Gehirn beeinflussen kann und was Sie bei Stress tun können.

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