Blonde Frau mit umarmt Jungen

Was hilft gegen Juckreiz bei Neurodermitis?

Tipps, um Schübe und Juckreiz zu vermeiden.

Juckreiz – der permanente Begleiter der Neurodermitis.


Die Symptome der Neurodermitis können für die Betroffenen sehr belastend sein. Ein ständiger Begleiter der Neurodermitis ist insbesondere der Juckreiz. Dieser kann teilweise quälende Ausmaße annehmen und sollte als Symptom nicht unterschätzt werden, da er Alltag und Lebensqualität der Betroffenen massiv beeinträchtigen kann. Starker Juckreiz kann bis hin zu Schlafstörungen führen, die tagsüber mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsstörungen einhergehen können.

Teufelskreis Juckreiz.

Juck-Kratz-Kreislauf

Problematisch beim Juckreiz ist besonders, dass dieser zum Kratzen verleitet. Kratzen ist eine natürliche Reaktion. Die Haut wird hierdurch jedoch weiter verletzt, sodass sich ihr Zustand verschlechtern kann und die Hautbarriere zusätzlich geschwächt wird – ein Teufelskreis, der zur Aufrechterhaltung der Symptome beiträgt.

Triggerfaktoren bei Neurodermitis vermeiden.


Die Haut kann durch bestimmte Faktoren gereizt werden. Diese sogenannten Triggerfaktoren können dazu führen, dass Neurodermitis-Schübe ausgelöst und die belastenden Symptome wie Juckreiz verstärkt werden. Zu diesen Triggerfaktoren zählen u. a. Reize, wie etwa kratzige Kleidung und aggressive Reinigungsprodukte, Stress oder auch saisonale Einflüsse, wie trockene Heizungsluft im Winter. Welche Faktoren tatsächlich eine Rolle spielen, ist individuell sehr unterschiedlich.

Zur Vermeidung von Triggerfaktoren bzw. zur Reduktion belastender Einflüsse können die folgenden Tipps helfen:

  • Die Haut ausreichend pflegen

    Es sollte stets auf die Feuchtigkeit der Haut geachtet werden, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Die Haut sollte daher täglich (mehrfach) mit feuchtigkeitsspendenden, rückfettenden Pflegeprodukten gepflegt werden. Zu häufiges Duschen/Baden kann die Haut austrocknen. Nach dem Duschen/Baden sollte die Haut immer eingecremt werden. Leicht gekühlte Pflegeprodukte können darüber hinaus dazu beitragen, den akuten Juckreiz zu lindern.

  • Sanfte Reinigungs- und Waschmittel nutzen

    Sanfte Reinigungs- bzw. Waschmittel sollten bevorzugt werden. Produkte, die Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe enthalten, können die Haut reizen.

  • Die richtige Kleidung wählen

    Es eignen sich vor allem weiche, atmungsaktive Materialien, wie Baumwolle. Kratzige Materialien, wie z. B. Wolle, sollten gemieden werden. Außerdem ist es empfehlenswert, Etiketten, die kratzen könnten, direkt vor dem ersten Tragen zu entfernen.

  • Gesundes Raumklima schaffen

    Räume sollten nicht überheizt werden. Außerdem sollte auf das Rauchen verzichtet werden. Eine rauchfreie Umgebung ist empfehlenswert, insbesondere für Kinder.

  • Stress reduzieren

    Belastungen, wie Stress und Angst, sind häufige Auslöser von Schüben der Neurodermitis. Stressreduktion ist daher ein sinnvoller Ansatz. Entspannungsübungen, wie z. B. Yoga oder autogenes Training, können hierbei helfen.

  • Ausgewogen ernähren

    Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse sollte die Basis sein. Mit Hilfe eines Ernährungs- bzw. Symptomtagebuchs kann festgehalten werden, welche Nahrungsmittel sich negativ auf das Hautbild auswirken und ggf. gemieden werden sollten.

  • Auf Zusatzstoffe verzichten

    Zusatzstoffe, wie Farb-, Aroma-, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker, können sich negativ auf die Haut auswirken. Auf sie sollte verzichtet werden.

  • Auf die Darmgesundheit achten

    Darm und Haut sind eng miteinander verknüpft. Deswegen sollte auch auf die Darmgesundheit geachtet werden. Eine umfassende Mikronährstoffversorgung ist nicht nur für die Haut, sondern auch für die Funktionalität der Darmschleimhaut wichtig. Vitamin A, Vitamin B2, Biotin und Niacin tragen zum Erhalt normaler Haut und Schleimhäute, wie der Darmschleimhaut, bei. Ein gesunder Darm benötigt außerdem eine gesunde Darmflora. Diese kann ich mit stoffwechselaktiven Bakterienkulturen unterstützen, wie Laktobazillen und Bifidobakterien, die natürliche Bestandteile der Darmflora sind.

Frau und Kind sitzen auf dem Sofa

Gut zu wissen.

Juckreiz ist ein oft unterschätztes Symptom der Neurodermitis, das die Lebensqualität stark einschränken kann. Neben der geeigneten Hautpflege und der Reduktion von Reiz- bzw. Stressfaktoren kannst du deine Haut auch über den Darm unterstützen.

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