Reizdarm: Facetten eines Krankheitsbildes

Blähungen, Bauchkrämpfe, Verdauungsprobleme? Schon mal an einen Reizdarm gedacht?

Ständig Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung? Dann könnte es ein sogenannter Reizdarm sein, der umgangssprachlich auch als nervöser oder gereizter Darm bezeichnet wird.

Wann spricht man von einem Reizdarm?

Das Reizdarmsyndrom oder kurz „Reizdarm“ bezeichnet eine chronisch gestörte Darmfunktion. Betroffene leiden unter Bauchschmerzen und -krämpfen, Durchfall und Verstopfung. Diese Symptome können dauerhaft anhalten oder wechselnd auftreten. Das macht die Erkrankung für die Betroffenen zu einem vielfach unkalkulierbaren Problem. Die Symptome werden dadurch häufig nicht nur körperlich als Belastung wahrgenommen, sondern auch die Psyche leidet unter den Einschränkungen. So zählen Stress-assoziierte Beschwerden wie Erschöpfung und Müdigkeit oftmals zu den Begleiterkrankungen eines Reizdarms.

Reizdarm: häufige Symptome

  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Verstopfung
  • Erhöhte Wahrnehmung von Stress
  • Stuhldrang


Von einem Reizdarm spricht man erst dann, wenn die Beschwerden chronisch sind bzw. länger als 3 Monate andauern, diese Beschwerden zu einer spürbaren Einschränkung der Lebensqualität führen und alle anderen möglichen Ursachen (wie z.B. chronisch entzündliche Darmerkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten) ausgeschlossen werden konnten.

Was du über den Reizdarm wissen solltest

Reizdarm kompakt

  • Das Reizdarmsyndrom betrifft den Verdauungstrakt und geht mit einem gestörten Zusammenspiel der Darm-Hirn-Achse und immunologischen Vorgängen einher.
  • 12 % der Bevölkerung in Deutschland leidet unter einem Reizdarm. Somit gehört der Reizdarm zu den häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.
  • Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.
  • Symptome beginnen häufig zwischen dem 20. Und 30. Lebensjahr.
  • Die Diagnose des Reizdarms ist eine Ausschlussdiagnose und dauert im Schnitt 4 Jahre.

 
Obwohl der Reizdarm in den letzten Jahren sowohl in den Medien als auch in der Wissenschaft verstärktes Interesse und Aufmerksamkeit ausgelöst hat, ist über Ursachen und Auslöser nur wenig bekannt. Es festigen sich Hinweise auf einen engen Zusammenhang mit einer Dysbalance der Mikrobiota und einer gestörten Darm-Hirn-Achse. Zu den Faktoren, die einen Reizdarm begünstigen können, gehören zum Beispiel vorangegangene Magen-Darm-Krankheiten, Antibiotikaeinnahme und psychische Belastungen.

Die Diagnose gestaltet sich oft als schwierig und dauert oft mehrere Jahre, da zunächst andere Krankheiten des Darms, die als Ursache der Beschwerden ebenso in Betracht kommen könnten, ausgeschlossen werden müssen.
 

Fakt ist, dass der Alltag von Betroffenen durch die Beschwerden häufig stark eingeschränkt ist und der Reizdarm unbehandelt oft zu einer verminderten Lebensqualität führt. Obwohl es bislang keine Möglichkeit auf Heilung eines Reizdarmsyndroms gibt, können eine entsprechende Behandlung und die richtige Ernährung dabei helfen, die Symptome zu lindern.


 
Weitere Informationen zum Thema Reizdarmsyndrom – Symptome, Ursachen und Diagnose, Behandlungsmöglichkeiten sowie „Mittel gegen Reizdarm“, findest du auf den folgenden Seiten. Da die Ernährung häufig ein wichtiges Thema für Reizdarm-Betroffene ist, findest du außerdem Informationen, was es dabei zu beachten gibt, wie Probiotika und Mikronährstoffe helfen können sowie Tipps rund um eine sogenannte FODMAP Diät.

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