Anwendungsbereich Stress

Innerer Stress -
wenn Stress zum Dauergast wird

Kurzfristige Stress-Situationen stellen für die meisten Menschen kein Problem dar. Im Gegenteil – völlig ohne positiven Stress (Eustress) verlieren Menschen Ihren Ehrgeiz und Antrieb. Lesen Sie hierzu mehr in dem Kapitel Stress verstehen. Innerer Stress als Dauerbegleiter kann jedoch unangenehm oder sogar krankhaft werden. Dann kann es zu Veränderungen in der körperlichen Stressreaktion kommen.

Innerer Stress – permanente körpereigene Stressreaktionen auch ohne äußeren Stressauslöser

Innerer Stress: Folgen fuer den DarmKurzfristiger äußerer Stress schaltet ein gut getaktetes Überlebensprogramm an. Der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt und Stresshormone, z.B. Cortisol, werden ausgeschüttet.

Die Ausschüttung von Cortisol signalisiert dem Körper evolutionsbiologisch, sich auf die Überlebensmechanismen Flucht oder Kampf vorzubereiten:

– Der Blutdruck steigt.

– Energie wird mobilisiert und für die erhöhte Muskelfunktion bereitgestellt.

Andere, in diesem Moment für das Überleben weniger wichtige Organe, wie unser Darm, werden dann vernachlässigt: Die Verdauungs- und Immunleistung sinken.

Anhaltender Stress lässt den beschriebenen Kreislauf dauerhaft ablaufen, was zu einem körpereigenen Stressautomatismus führen kann.

Der Angriff von Stress auf das Darm-Ökosystem – ein Teufelskreis

Bei Dauerstress läuft die Stresskaskade immer weiter, ohne dass ein äußerer Stressauslöser vorhanden ist. Ein dauerhaftes inneres Stress-Signal entsteht:

Über die Kommunikation des Darms mit dem Gehirn, auch die Darm-Hirn-Achse genannt, wird das innere Stress-Signal aufrechterhalten. Unsere kleinen Helfer, die intestinale Mikrobiota, haben anscheinend auch in Puncto Stress ein Wörtchen mitzureden. So kommunizieren Sie über verschiedene Mechanismen mit unserem Gehirn und erzeugen ein inneres Stress-Signal. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel sowie ständige Alarmbereitschaft entstehen.

Wenn der Stress dauerhaft abläuft, wird zusätzlich die Darmbarriere geschwächt, da konstant andere Organe oben auf der Versorgungsliste stehen. So entsteht ein sich selbst verstärkender Kreislauf, der auch ohne äußere Ursache zu einer dauernden emotionalen Belastung und Unbehagen führt.

Was bedeutet innerer Stress für die Gesundheit?

Dauerhafter Stress bleibt nicht ohne gesundheitliche Folgen. Die anhaltende Ausschüttung von Stresshormonen kann zu körperlichen Symptomen führen:

  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Unruhezustände
  • Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte
  • Stimmungsschwankungen

 

Sie möchten mehr über Stress erfahren? Dann schauen Sie doch auch mal hier: Darm-Hirn-Achse, Stress verstehen.

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